Genehmigung und Betrieb
Planung

TA Lärm als Basis

Wie ist es möglich, dass NRW als Basis des Genehmigungsverfahrens für WEAs die TA Lärm zugrunde legt, die sich seit Erlass vor 50 Jahren nicht geändert hat. Angesichts der WHO-Empfehlungen eine Absurdität! Bis zu 45db nachts PLUS 3 db Zuschlag!

1 Kommentar | Angela Heine | 29. 03. 2017

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Eine Genehmigung für eine Windenergieanlage (WEA) wird nach den §§ 5 und 6 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) erteilt, wenn sichergestellt ist, dass keine schädlichen Umwelteinwirkungen für die Nachbarschaft hervorgerufen werden. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens von WEA werden daher diverse Gutachten eingereicht, dazu gehört auch ein Schallschutzgutachten, welches sich auf die Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA-Lärm) bezieht.

Die TA-Lärm vom 26.08.1998 (Inkrafttreten der Neufassung) ist bindend für ganz Deutschland, hier sind die lärmschutzrechtlich einzuhaltenden Richtwerte definiert. Diese beziehen sich nicht nur auf WEA sondern auf alle Lärm-Immissionen, so wird die TA-Lärm zum Beispiel auch im Zuge von einer Genehmigung für Betriebe/ Industrien und Straßen angewandt.

Die Immissionsrichtwerte nach der TA Lärm für den Beurteilungspegel für Immissionsorte außerhalb von Gebäuden werden in verschiedene bauliche Bereiche eingeteilt: a.) Industriegebiete, b.) Gewerbegebiete, c.) Kerngebiete, Dorfgebiete und Mischgebiete, d.) in allgemeine Wohngebiete und Kleinsiedlungsgebiete, e.) in reine Wohngebiete und f.) in Kurgebiete, für Krankenhäuser und Pflegeanstalten. Die jeweiligen Immissionsrichtwerte werden zusätzlich in Tages- und Nachtzeiten unterschieden. Nicht alle baulichen Gebiete haben dabei einen nächtlichen Richtwert von 45 db. 

Die Empfehlungen der WHO für nächtliche Richtwerte von 40 db entsprechen auch den Richtwerten nach TA- Lärm der genannten Kategorien d.) bis f.).

Ihr Redaktionsteam des WindDialog.NRW

1 Kommentar

...genau: d. bis f. - wie jeder (auch ich übrigens!) nachlesen kann.
Will heißen: Wer auf dem Dorf wohnt, hat Pech gehabt.
-> Wie ist das zu rechtfertigen? Menschen zweiter Klasse? Bzw. korrekterweise: Menschen dritter Klasse! Ein bestimmter Anteil der Deutschen, die ansonsten nicht offiziell als minderprivilegiert deklariert werden (das wäre da ja wenigsten ehrlich!), wird nicht vor "schädlichen Umwelteinwirkungen" geschützt. Ist das mit dem allgemeinen Gleichbehandlungsgebot kompatibel?