Genehmigung und Betrieb

10-H Regelung

Warum müssen in Bayern die Windräder einen Abstand der zehnfachen Höhe der Anlagen haben und warum darf man in NRW direkt an die Wohnbebauung Anlagen stellen?

Gast | 18. 05. 2017

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Im November 2014 hat der Gesetzgeber in Bayern von der Länderöffnungsklausel Gebrauch gemacht und mit der sogenannten 10-H-Regel ein Gesetz erlassen, das einen Mindestabstand zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung vorsieht. Die Länderöffnungsklausel ermöglichte es den Ländern die bauplanungsrechtliche Privilegierung für Windenergie im Außenbereich einzuschränken und Mindestabstände zwischen Windenergieanlagen und baulichen Nutzungen selbst festzulegen. Durch dieses Gesetz dürfen Windenergieanlagen in Bayern nur noch in einer Entfernung zur Wohnbebauung errichtet werden, die der zehnfachen Höhe der Anlage entspricht. Das bedeutet: für eine moderne Windenergieanlage mit einer Höhe von 200 Metern entspricht dies also einem Mindestabstand zur Wohnbebauung von 2000 Metern.

Alle anderen Bundesländer, so auch Nordrhein-Westfalen, haben von der Länderöffnungsklausel keinen Gebrauch gemacht. In NRW gibt es keine gesetzlich festgelegten Mindestabstände zu Wohnhäusern oder Siedlungsbereichen; indirekt ergibt sich ein erforderlicher Abstand durch die gesetzlich festgelegten Grenzwerte u. A. der TA-Lärm und aus dem Bundsimmissionsschutzgesetz. Erst in gewissen Abständen können diese Grenzwerte eingehalten werden, was jedoch abhängig von jedem individuellen Anlagenstandort ist. Als Mindestabstand rechnet man pauschal meist mit 500-600 m Abstand zu Gebäuden im Außenbereich.

Ihr Redaktionsteam des WindDialog.NRW

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