Wirtschaftliches

Eigenversorgung: WEA bis 750 kW

Haben Betreiber von WEA bis max. 750 kW weiterhin die Möglichkeit den produzierten Strom selbst zu nutzen oder greift § 27a auch dann wenn die Förderhöhe zumindest anhand von den Ergebnissen aus Ausschreibungen ermittelt worden ist (ab 2019).

Gast | 31. 01. 2017

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In § 27a EEG 2017 ist geregelt, dass Betreiber von Anlagen, deren Förderhöhe in Ausschreibungen ermittelt worden ist, den erzeugten Strom während des gesamten Förderzeitraums nicht zur Eigenversorgung nutzen dürfen. Windenergieanlagen unter 750 Kilowatt (kW) installierter Leistung sind von der Pflicht zur Ausschreibung grundsätzlich befreit. Sie können entsprechend auch den erzeugten Strom selbst verbrauchen. Ihre Förderhöhe ist zunächst – wie bisher auch – gesetzlich festgeschrieben. Ab 2019 soll sie sich allerdings gemäß § 46b an den Ergebnissen der vorangegangenen Ausschreibungsrunden orientieren. Das bedeutet aber nicht, dass für diese Anlagen auch die Voraussetzungen des § 27a gelten. Das ergibt sich insbesondere auch aus der Begründung des Gesetzgebers zum (Entwurf des) neuen EEG. Dort heißt es wörtlich: „§ 27a EEG 2016 stellt klar, dass bei Anlagen, die an Ausschreibungen teilnehmen, die Eigenversorgung ausgeschlossen ist.“ Die Regelung zielt also auf die Teilnahme an der Ausschreibung ab. Windenergieanlagen unter 750 kW nehmen in diesem Sinne auch nach 2018 nicht an einer Ausschreibung teil und dürfen entsprechend Strom zur Eigenversorgung produzieren, ohne ihren Anspruch auf Förderung zu verlieren.

Ihr Redaktionsteam des WindDialog.NRW

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