Genehmigung und Betrieb
Wirtschaftliches

Verzicht auf EEG-Förderung

Kann ein Stromversorger Windenergieanlagen ohne Teilnahme an den Ausschreibungen bauen lassen und betreiben, wenn er auf eine EEG-Förderung verzichtet?

Gast | 06. 06. 2017

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Seit der Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2017 unterliegen Windenergieanlagen mit einer Leistung über 750 kW der Pflicht, an Ausschreibungen teilzunehmen, wenn ihr erzeugter Strom über das EEG gefördert werden soll. In diesen Ausschreibungen wird ermittelt, welche Windenergieanlagen von der Marktprämie des EEG profitieren sollen. Pilotwindenergieanlagen sowie Windenergieanlagen mit einer geringeren Leistung als 750 kW erhalten auch weiterhin die im EEG festgelegte Marktprämie für den erzeugten Strom. Förderungswürdig sind allerdings nur Windenergieanlagen, deren gesamter erzeugter Strom in das Stromnetz eingespeist wird und nicht durch den Betreiber zur Eigenversorgung genutzt wird.

Ein Stromversorger ist nicht dazu verpflichtet, an der Ausschreibung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz teilzunehmen. Er kann allerdings nur von der Förderung profitieren, wenn er am Ausschreibungsverfahren teilnimmt. Nimmt er nicht an der Ausschreibung teil, kann er z.B. den Strom zum Marktpreis direkt an der Strombörse verkaufen oder vor Ort vermarkten. Fraglich ist dann allerdings, ob ein wirtschaftlicher Betrieb der Anlage möglich ist.

Ihr Redaktionsteam des WindDialog.NRW

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