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Erweitert: Windplanungsnavigator bietet neue Inhalte

 

Welchen Weg der Planungs- und Genehmigungsprozess eines Windenergievorhabens nimmt, zeigt ein interaktives Online-Tool der EnergieAgentur.NRW auf. Der WindPlanung.Navi führt Planer und interessierte Bürger den Verfahrensweg entlang. Von der Projektidee bis zur Inbetriebnahme informieren interaktive Meilensteine, welche Aspekte zu welchem Zeitpunkt wie beachtet werden müssen. Jetzt ist der Navigator rund um überarbeitet und aktualisiert worden.

Die Planungszeiten für neue Windenergievorhaben werden immer länger: Einwände seitens der Anwohner, konfligierende Interessen mit dem Artenschutz oder der Flugnavigationssicherheit und eine komplexe Gesetzeslage führen dazu, dass sich die Realisierung über Jahre hinzieht. Eine erfolgreiche Umsetzung eines Vorhabens steht und fällt mit einer guten, umsichtigen und vorausschauenden Planung. Doch wann genau und wie müssen welche der vielfältigen Belange Berücksichtigung finden?

Orientierung entlang des Planungs- und Genehmigungsweges von Windenergieanlagen bietet das interaktive Online-Tool WindPlanung.Navi der EnergieAgentur.NRW. Entlang der zeitlichen Vorhabenentwicklung bietet es einen strukturierten und interaktiv nutzbaren Überblick über die verschiedenen Planungsmeilensteine von der Flächenanalyse über die Flächennutzungsplanaufstellung bis zum Genehmigungsverfahren. Auftakt zum lokalen Ausbau der Windenergie ist zumeist die Identifizierung geeigneter und möglichst konfliktfreier Standorte. Dann folgen in der Regel ein kommunales Bauleitplanverfahren und schließlich ein anlagenbezogenes Genehmigungsverfahren. Erst wenn diese Voruntersuchungen und verwaltungsrechtlichen Verfahren abgeschlossen sind, kann der Bau der Anlagen beginnen.

Der Windplanungsnavigator folgt dem chronologischen Ablauf und zeigt auf, welche Aspekte zu welchem Zeitpunkt von Bedeutung sind und wie die unterschiedlichen Verfahrensschritte ineinander greifen. Zahlreiche einzeln ansteuerbare Informationstexte, Erläuterungen zentraler Fachbegriffe sowie Querverweise und Verlinkungen reichern die Grafik an.

Relaunch der interaktiven Grafik mit neuen und erweiterten Inhalten
Jetzt ist der interaktive Windplanungsnavigator umfassend überarbeitet worden. Es wurde um zahlreiche weiterführende Informationen ergänzt und an die gesetzlichen Neuerungen und an die Entwicklungen der Windenergie angepasst. Die Informationen zu einzelnen Verfahrensschritten in den Planungsphasen wurden aktualisiert und erweitert – etwa zum Thema Wind im Wald, zum naturverträglichen Ausbau der Windenergie und zur finanziellen Bürgerbeteiligung . Gänzlich neu ist eine detaillierte Übersicht der Realisierungs-, Errichtungs- und Betriebsphase. Hier informiert der WindPlanung.Navi nun über alle relevanten Schritte und zu berücksichtigende Aspekte, angefangen bei der Baustellenplanung, über die Erstellung der technischen Infrastruktur und den Transport der Anlagenbauteile bis zum Netzanschluss und zur Inbetriebnahme einer Windenergieanlage. Auch Rückbau und Repowering werden erläutert.

Das interaktive Online-Tool, das im Auftrag des Umweltministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt worden ist, richtet sich an planende Städte und Gemeinden, aber insbesondere auch an Bürgerinnen und Bürger. „Der Ausbau der Windenergie bewegt die Menschen vor Ort und führt teilweise zu großen Verunsicherungen“, sagt Sascha Schulz vom EnergieDialog.NRW. „Der WindPlanung.Navi erläutert die anspruchsvollen Anforderungen an die räumliche Steuerung der Windenergienutzung und hilft so, zu mehr Transparenz und vielleicht auch Akzeptanz beizutragen.“ Die NRW-Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Erneuerbaren Energien deutlich auszubauen. Der Anteil des Windstroms an der nordrhein-westfälischen Stromversorgung soll von derzeit knapp 4 Prozent auf mindestens 15 Prozent bis zum Jahr 2020 gesteigert werden. Im Jahr 2015 sind in Nordrhein-Westfalen neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 420 Megawatt ans Netz gegangen. Die landesweite Potenzialstudie Windenergie aus dem Jahr 2012 zeigt, dass in Nordrhein-Westfalen ein ausreichend großes Potenzial (71 Mrd. Kilowattstunden p.a.) vorhanden ist, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

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Bildnachweis: EnergieAgentur.NRW

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