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Die Geschichte der Windenergie

 

 

Wilfried Winkelmann lebt für die Windenergie. Bereits als Kind begann er, an Eigenkreationen zu tüfteln und aus Schrott erste Kleinwindenergieanlagen zusammenzuschrauben. Heute wohnt der gelernte Maschinenbauer, Elektrotechniker und Hobbypilot auf seinem idyllischen Landgut inmitten von mehr als hundert Windmühlen-Exponaten.

Hier in Stemwede, am äußersten Rand von Nordrhein-Westfalen, betreibt ein Verein, der vor 18 Jahren gegründet wurde und seit Beginn an mehr als 240 Mitglieder zählt, das Mühlenheider Windkraftmuseum. Es ist das einzige seiner Art in Deutschland und die größte Sammlung von Unikaten weltweit.

Angefangen hat alles im Jahr 1992 mit ersten Windmessungen und einem Bürgerwindpark, der 1997 mit zehn Gittermast-Windenergieanlagen ans Netz ging. „Wir waren ein kleiner Kreis von Windkraft-Pionieren, die versuchten, im Zuge der Expo 2000 in Hannover ein Museum als Projekt für erneuerbare Energien zu errichten. Die Idee kam gut an. Eine beachtliche Summe an Fördergeldern war für die Ausstellung vorgesehen, doch dann hat die Gemeinde dem Plan zu spät zugestimmt und alle Visionen waren mit einem Mal dahin“, berichtet der Mitbegründer des Vereins über die Entstehung des Museums. Winkelmann hat sich von seiner Idee jedoch nicht mehr abbringen lassen, zumal die Westfälische Mühlenstraße, die im Sommer zahlreiche Fahrradtouristen anlockt, mitten durch das Areal der Windmühlenausstellung in Stemwede führt.
1999 gegründet, umfasst das Mühlenmuseum heute zahlreiche vor der Verschrottung gerettete Anlagentypen: von einem Exponat aus Zeiten des Zweiten Weltkrieges über Windkraftanlagen der ersten Stunde wie etwa die Lagerwey-Anlage, die 1982 als erste private Anlage Strom ins deutsche Stromnetz eingespeist hat, bis hin zu Eigentüfteleien. Ein weiteres Ausstellungsstück ist die mit 80 Metern Nabenhöhe und 1,5 Megawatt Leistung ehemals größte Binnenwindenergieanlage Deutschlands, die der Verein kürzlich wieder in Betrieb genommen hat. Ziel des Vereins ist es, die geschichtlichen Wurzeln der modernen Windenergienutzung in Deutschland zu sichern und der Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Und das wird mit viel Herzblut umgesetzt: Individuelle Führungen, Energiefrühschoppen und gesellige Informationsveranstaltungen locken interessierte Bürgerinnen und Bürger des Umlandes ebenso an wie Touristen, Schulklassen oder auch mal das Netzwerk Windenergie der EnergieAgentur.NRW.

Mehr über das Mühlenheider Windkraftmuseum erfahren Sie hier.

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